ORGANISATIONEN DER ZUKUNFT formen neue kulturen

Unsere Anliegen ist es, aus Unternehmen frei "atmende" Organisationen werden zu lassen, die ihre Potenziale, Begeisterung und Agilität frei setzen. Wir möchten mit unserem BLOG inspirieren, anregen und auffordern neu zu denken und zu handeln, um eine Unternehmenskultur der Zukunft entstehen zu lassen. 

 

Bringen Sie Ihr Unternehmen in einen nächst höheren Reifegrad – es lohnt sich!

 

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Vor-Boten der neuen WIR-Kultur

Organisationen der Zukunft benötigen eine neue WIR-Kultur, welche sich heute in den Unternehmen nur sehr schwergängig etabliert. Dies liegt auf der einen Seite an den vorhandenen Rahmenbedingungen, wie Systemen (Hierarchiesystem, Vergütungssystem, Zielvereinbarungssystem etc.) und auf der anderen Seite an einem noch nicht ausreichend gereiften Mindset, welches sich in einem offeneren Menschen- und Weltbild abbildet.

Wahrnehmen und Lernen können wir als Unternehmen zu diesem Thema mal wieder vor unserer Tür. Die gesellschaftlichen Entwicklungsphänomene weisen uns den Weg. Überall in der Gesellschaft entstehen neue kollektive Gemeinschaften in denen wir uns vernetzen, online und offline, privat und professionell.

Soziale Phänomene wie Co-Working, Co-Living, Co-Mobility und Co-Creation markieren einen echten Phasensprung in der gesellschaftlichen Evolution. Die Gesellschaft regiert heute schneller und flexibler auf die Anforderung einer hochkomplexen Welt und hilft uns dabei jene Co-Kompetenzen auszubilden, die im Kontext der Konnektivität immer wichtiger werden. Was für wundervolle Aussichten!

 

Die steigende Kooperationsbereitschaft in der Gesellschaft dient als probates Mittel zur Komplexitätsbewältigung. Denn je mehr unsere Lebenswelten von Automatisierung und Algorithmisierung durchdrungen werden, umso mehr rückt eine menschliche Grundkompetenz, wie Empathie und soziale Resonanz wieder in den Fokus. In einer vernetzten Gesellschaft herrscht eine tiefe Sehnsucht nach einer Kultur, die Beziehungen schafft und nach Identitäten, die über das eigene Ich (Ego) hinausgehen.

 

Allein im deutschsprachigen Raum gibt es rund 240 Maker Spaces, FabLabs, Hacker Spaces und offene Werkstätten an denen Menschen sich treffen, um gemeinsam Werkzeuge und Wissen zu teilen (vgl. maker-faire.de/makerspaces). In Großstädten wie Los Angeles oder New York wohnt fast jeder Zweite in einem Co-Living-Haushalt (vgl. Manthorpe 2016). Im Jahr 2000 gab es deutschlandweit gerade mal 38.000 angemeldete Carsharing-Nutzer, heute sind es weit über 2 Millionen (vgl. carsharing.de)

 

FAZIT: Hierdurch ist mal wieder so wunderbar erkennbar, dass die fortschreitende Digitalisierung auch immer im unmittelbaren Zusammenhang mit sozial-kulturellen Veränderungen steht. Im 21. Jahrhundert lässt sich der Mensch nicht mehr als rational-egoistisches Homo oeconomicus beschreiben, sondern er entwickelt sich zum Homo socialis (Zukunftsreport 2019, M.Horx), der mit den Mitteln der Kollaboration und Kooperation nach Sinn, Emotionalität und Innovation sucht.

 

TIPP: Gesellschaftliche Wandelphänomene zeigen sich mal wieder so wunderbar als Vorboten der Entwicklung für Unternehmen. Was in der Gesellschaft passiert, bleibt nicht vor der von der Tür der Unternehmen stehen. Auch wenn es vielleicht in einer begrenzten Population schwieriger ist, die Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen darzustellen, kommen wir um ein Lernen und Experimentieren in Organisationen nicht umhin. Wer bei unserem spannenden Expertentag genau zu diesem Thema nächsten Donnerstag noch dabei seien will, meldet sich jetzt an! Wir haben noch drei Plätze zu vergeben. Jetzt anmelden!

 

Neujahrs-Inspiration: Die neue Stille

Wenn wir genau “hinhören” und wahrnehmen, erkennen wir eine immer stärker werdende Sehnsucht nach Stille, welche eng verbunden ist mit dem Wunsch, weniger getrieben und gehetzt zu sein. - Irgendwie auch ein guter Vorsatz für das neue Jahr!

Die Welt um uns wird nicht nur immer lauter, sondern vor allem immer komplexer. Spätestens ab 07. Januar ist unser Arbeitsalltag wieder geprägt von ständiger Störung: Telefonklingeln, Termin-Reminder, E-Mails und Pop-up-Nachrichten unterbrechen unseren Arbeitsalltag in unendlich viele Einheiten und machen aus unserem Tag ein von außen getriebenes Hamsterrad.

Einige Studien weisen eine scheinbar bestehende Ambivalenz auf: 40 Prozent der Teenager fühlen sich durch die Nachrichten, die sie ständig erreichen, gestresst (EMI Research Solutions 2018). Jeder Dritte wünscht sich gelegentlich eine Auszeit vom Online-Sein (Schweiz xeit 2018). Gleichzeitig steigt aber die Anzahl der Menschen in Deutschland, die es wichtig finden, immer erreichbar zu sein (IfD Allensbach 2014-2018). Die Gegensätzlichkeit weist schon heute darauf hin, dass die Balance zwischen Erreichbarkeit und Auszeit mehr denn je an Bedeutung gewinnen wird.

 

Darauf reagiert auch mit ersten Ansätzen die neue Arbeitswelt: Der Coconat-Space im Havelland ist ein sogenanntes Workation-Retreat, das Platz bietet für stilles Denken, Arbeiten und Entspannen. Im Sibley Memorial Hospital in Washington D.C. wurde für die Angestellten ein “Tranquility Room” eingerichtet. Der Stille-Raum war ursprünglich für die Patienten angedacht. Aber schnell erkannte man, dass der Bedarf bei den Mitarbeitern noch viel größer war. Die Mitarbeiter wurden eingeladen, einen für sie eingerichteten Sinnesraum mit gedimmten Licht, Aromatherapie und einen speziell entwickelten Sound zu nutzen.

 

FAZIT: Als zentrale Kulturtechnik der Individualisierung entwickelt sich immer mehr das Bedürfnis nach Ruhe und Stille als Teil der eigenen Selbstfürsorge.

 

TIPP: In einem hektischen Arbeitsalltag müssen wir uns fragen, wann sind wir für uns und für andere vielleicht am besten “ertragbar”. Wahrscheinlich, wenn wir mit uns im Einklang stehen. Diese eigene Präsenz ist erst in der Stille möglich, eröffnet uns aber einen achtsamen Lebensstil und bessere Anschlussfähigkeit zu unserem Umfeld. Wo sind in Ihrem Kalender 2019 Ihre Zeiten der Stille - der neuen Stille - geblockt? 

Generationskonflikt - eine Facette

Generation Y (ca. 1980 - 2000) ist mittlerweile in den höheren Etagen der Unternehmen angekommen. Freude oder Leid?! Die Generation, die selten einen Mangel erleiden musste und von ihren Eltern dahingehend erzogen wurde, dass sie alles erreichen könne.

Die erste Generation der Digital Natives, die mit dem Handy aufwachen und Social Media muttersprachlich beherrschen. Diese fast perfekt Digitalen treffen aktuell in der Arbeitswelt auf die Grenzen des Menschseins und der Kulturgestaltung in vielen Facetten.

Es kann ihnen nicht schnell genug gehen, Fehler sind ihnen - obwohl Fehlerkultur propagiert wird - ein Graus, und Selbstoptimierung ist die Musik ihrer Karriereplanung. Neben den beruflichen Erfolg müssen auch Freunde, Familie und Urlaube unter einem Hut gebracht werden. Weiterentwicklung inklusive. Dabei sind sie untereinander sehr gut vernetzt. Diese Generation ist weltoffen, höchst mobil und hat schon in jungen Jahren mehr von der Welt gesehen als ihre Großeltern im ganzen Leben. Sie sind Teil einer hochkomplexen Welt, fühlen sich mit dieser verbunden und für sie verantwortlich.

 

Super aufgestellt und trotzdem ein bisschen zu viel „Ich“ (Ego), dass sich mit der aktuell “noch” vorherrschenden Realität von Teams in vielen Unternehmen nicht vereinbaren lassen. Der Idealismus und die Selbstüberzeugungen der Menschen der Generation Y* führen nicht selten zu Unverständnis zwischen den Generationen: Die Generation Y strotzt nach Außen vor Selbstsicherheit, sie will alles, und das sofort. Auf der anderen Seite stehen irritierte Kollegen, die Erwartungen aus einem anderen Wertegefüge haben.

 

FAZIT: Was ist nun geeignet - beides! Den richtigen Mix aus Dynamik, Erfahrung und Gelassenheit zu bündeln ist der Erfolgsfaktor in komplexen Zeiten. Die Fähigkeit, Dynamik mit gewachsenem (nicht stagniertem) Erfahrungswissen zu verbinden, verleiht einem Unternehmen die Weisheit. Die neue Generation, welche langfristig die Zukunft der Unternehmen sind, braucht die Integration durch die “Alten”, denn diese haben die Erfahrung der beruflichen Weiterentwicklung und die Erfolgsfähigkeit Beziehungen aufzubauen. Immer wieder werden fälle sichtbar wo die Alten als “Kleber” der Zukunft fungieren.

 

TIPP: Eine Synchronisierung zwischen Jung und Alt heute im Unternehmen zu gestalten, ist eine wichtige Bedingung, wenn ich das volle vorhandene Potenzial der Mitarbeiter nutzen will. Und dies ist bei ständig steigenden Herausforderungen keine Frage mehr. Durch Aufklärung und generationsübergreifende Initiativen muss das Bewusstsein für altersgemischte Teams geschaffen werden. Es ist eine generationsübergreifende Beziehungskultur die uns erfolgreich macht.

 

*Es handelt sich hierbei um einen Ausschnitt der Generation, welcher sich nicht zwingend darstellen muss. Auch hier gibt es Vielfalt!

 

 

Die Transformations-Reihenfolge macht den Unterschied

Die Sorge, vom digitalen Express abgehängt zu werden, lässt heute viele Unternehmen in den Aktionismus verfallen, jetzt ganz schnell agil zu werden. Immer wieder erleben auch wir, dass emsig nach best practice und zu kopierenden Vorlagen gesucht wird.

Gespickt wird die ganze Euphorie von der Einführung einer Vielzahl an kreativen und agilen Methoden. Unter dem Schlagwort Agilität und agilen Leadership werden wagemutig Reorganisationsprojekte auf die Tagesordnung gerufen.

Wer wirklich bereit ist eine Transformation im Unternehmen zu wagen, muss über fundamentale Änderungen von Organisations- und Führungskultur nachdenken. Eine erfolgreiche Transformation hängt davon ab, wie sich im ersten Schritt die Führungskräfte, Gestalter und Vorwärtsmacher eines Unternehmens ernsthaft auf den Weg begeben, sich im hohem Maße mit sich selbst: ihren Glaubenssätzen, Werten, Handlungsprinzipien auseinanderzusetzen und ihre Beziehungsgestaltung zu reflektieren, inwieweit es gelingt menschliche Potentiale zu erkennen und diese zu fördern. Das eigene Ego verliert in einer digitalen und komplexen Welt immer mehr an Relevanz, da es den Weg für die eigene kontinuierliche Entwicklung versperrt.

 

FAZIT: Die Führungsaufgabe lautet also nicht, dass beste Organisationsmodell zu konzipieren oder zu kopieren, sondern erst einmal sich mit sich selber auseinanderzusetzen: Was lässt mich im Hamsterrad drehen? Welche Wirkungen erziele ich wo? Was ist mein wahres Führungsanliegen? Wie transformiere ich mich selber? Im zweiten Schritt geht es darum einen Rahmen zu schaffen, damit eine Zusammenarbeit von selbstständig denkenden und handelnden  Menschen entstehen kann. Dies hat wenig mit Struktur, aber viel mit Kultur zu tun.

 

TIPP: Wenn wir in den Unternehmen wirklich eine digital-kulturelle Transformation realisieren wollen, müssen wir beginnen uns erst einmal selber zu transformieren. Der wirksamste und nachhaltigste Erfolg hängt von der Reihenfolge ab: 1. Ich-Transformation, 2. Wir-Transformation und erst dann gelingt eine 3. Organisations-Transformation.

 

Es ist ein längerer Weg, der morgen aber begonnen werden kann.

 

Unternehmerisches „Wir“ heißt - Zusammenhalt fördern

Die neue Arbeitswelt verläuft nicht mehr linear, nicht mehr oben und unten, nicht mehr einseitig und vielfach mehrdimensional. Als einzelner Mitarbeiter bin ich heute in einer Projektstruktur eingebunden, morgen wieder in linear hierarchischen Systemen, übermorgen außerhalb des Unternehmens in offenen Netzwerken.

Gerade in der Entwicklung einer neuen Arbeitswelt geht es um Innovation, Unternehmergeist und damit um Einzigartigkeit. Der vermeintliche Durchschnittsarbeiter wird durch das vermeintlich kreative Talent ersetzt. Das individuelle Ausleben und die individuelle Laufbahn wird gestärkt.

Individualisierung ist eine wichtige Entwicklung, da sie uns ermöglicht frei und selbstbestimmt zu leben und zu arbeiten. Wir können heute grundsätzlich sehr individuelle Lebens- und Arbeitsbiographien schreiben und aus einer fast unüberschaubaren Vielfalt der Angebote sehr individuell wählen. Die Individualisierung ist mittlerweile so stark ausgebaut, dass sie sich auch in Unternehmen als