Unternehmenssinn - Teil von etwas Größerem zu sein

Kein Unternehmen kann mehr so weitermachen, wie bisher: Hamsterrad, digitaler Overload, Leere und Begeisterungslosigkeit. Diese Situation steigert immer mehr die Sehnsucht nach dem eigentlichen Sinn. Das Abarbeiten, Karriere machen und In-Rente-Gehen reicht den meisten in einer postmodernen pluralistischen Welt längst nicht mehr aus, von den nachkommenden Generationen ganz zu schweigen. Immer mehr fragen sich: Wozu und Wofür?

Üblicherweise werden Zweck und Sinn eines Unternehmens heute noch vielfach gleichgesetzt mit der Aussage: Ein Unternehmen hat Wachstum zu generieren und/oder Geld zu verdienen. Die heutigen Unternehmenszwecke und die gegebenenfalls noch damit verbundenen Werte sind austauschbar und oft in ihren Formulierungen blass und wenig identitätsstiftend: Kundenorientierung, Qualität und Innovationsfähigkeit sind nur Instrumente, um ökonomischen Erfolg zu erzeugen.

Heute bestätigt uns die Gehirnforschung, dass sich Nervenzellen im Gehirn ein ganzes Leben lang neu bilden und vernetzen können. Dies ist Voraussetzung für die Vielzahl von Faktoren, die zusammengenommen die mentale Agilität ausmachen. Dazu gehören Selbstregulation, Kreativität, Resilienz und fluide Intelligenz, also die Fähigkeit zu lernen, Muster zu erkennen und Probleme zu lösen. Ist es nicht genau das, was wir heute in den Unternehmen brauchen? - Die Freude an Veränderung und das Lösen neuer Herausforderungen.

 

Ein Unternehmenssinn hingegen umfasst den Unternehmenszweck sowie die Mittel, diesen zu erreichen und geht noch einen Schritt weiter, indem es beides in eine besondere Färbung taucht. Es geht darum eine Intension, ein inneres Anliegen der Organisation zu verfolgen, dass weit über das Ökonomische hinausgeht und eine positive Veränderung anstrebt. Gemeinsam einen positiven Beitrag für Umwelt, Menschen, Generationen oder Beziehungen zu leisten, bewegt die Menschen in Unternehmen mehr. Es geht darum, Teil von etwas Größerem zu werden.

 

FAZIT: Die stabilen Strukturen innerhalb und außerhalb des Unternehmens befinden sich in einem Verflüssigungsprozess. Diese Veränderung zu ignorieren funktioniert nicht. Es braucht immer mehr einen breit mitzutragenden inneren Antrieb (Sinn), ein inneres Anliegen, das die Richtung angibt und damit einen festen Halt durch eine stabile Haltung ermöglicht. Die fehlenden stabilen Strukturen werden zukünftig durch eine neue reifere Haltung ersetzt.

 

TIPP: Unternehmen werden sich in den kommenden Jahren immer mehr mit der Entwicklung einer reiferen Unternehmenskultur auseinandersetzen. Dazu gehört auch der Frage nach dem Sinn nachzugehen.

 

Das Thema schon heute zu vertiefen lohnt sich, um Relevanz und Möglichkeiten für die Zukunft auszuloten. Wir legen im nächsten HORIZONTdialog der KULTURformer den Fokus auf den Sinn, da er den übergeordneten „Magnet“ für die Zukunft darstellen wird. Lassen Sie sich inspirieren und seien Sie dabei! Melden Sie sich jetzt hier an. 

 

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